Mädchen-/Jungentage

Die Zielsetzung, junge Menschen in ihrem Reifeprozeß zu begleiten und zu unterstützen, setzt ein klares Bekenntnis zur Koedukation voraus, also: zur alltäglichen Begegnung von Mädchen und Jungen, zur gemeinsamen Erziehung und zum gemeinsamen Spiel. Beim Ausgestaltung unserer Angebote ist es uns deshalb wichtig, daß sie Mädchen und Jungen gleichermaßen ansprechen.

Im Sinne einer gendersensiblen Pädagogik erscheint es uns darüber hinaus geboten, die Kinder dazu zu befähigen, tradierte Klischees und Rollenmuster zu erkennen, zu hinterfragen und zu überwinden. Aussagen wie „Jungs sind aber stärker“ oder „Rosa ist eine Mädchenfarbe“ bieten eine gute Möglichkeit der pädagogischen Intervention. Im offenen Austausch kann manches Vorurteil entkräftet werden, das einer gelingenden Selbstfindung und Selbstverortung der Kinder sonst im Weg stünde.

Die Tatsache, daß sich längst nicht alle Mädchen für Ponys begeistern und nicht alle Jungen auf Autos „abfahren“, sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch jüngere Kinder geschlechtsspezifische Interessen ausprägen. Um diese Interessen und auch eventuelle Ängste und Unsicherheiten im Reifeprozeß äußern zu können, bedarf es eines geschützten Rahmens. Diesen Rahmen möchten wir mit regelmäßig angebotenen Mädchen – und Jungentagen schaffen.

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